Reden-Ranking
Seit 1. Juli 2024| Rang | Name | Land | Fraktion | Reden | |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 |
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Lukas SIEPER | Deutschland DE | Fraktionslose Mitglieder (NI) | 321 |
| 2 |
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Juan Fernando LÓPEZ AGUILAR | Spanien ES | Progressive Allianz der Sozialdemokraten (S&D) | 280 |
| 3 |
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Sebastian TYNKKYNEN | Finnland FI | Europäische Konservative und Reformer (EKR) | 247 |
| 4 |
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João OLIVEIRA | Portugal PT | Die Linke im Europäischen Parlament (GUE/NGL) | 195 |
| 5 |
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Vytenis Povilas ANDRIUKAITIS | Litauen LT | Progressive Allianz der Sozialdemokraten (S&D) | 183 |
Alle Beiträge (108)
Die jüngsten verheerenden Überschwemmungen in Bosnien und Herzegowina (Aussprache)
Datum:
09.10.2024 11:02
| Sprache: DE
Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen! Zunächst einmal möchte ich mein tief empfundenes Mitgefühl mit den Menschen in Bosnien und Herzegowina hier ausdrücken. Ich weiß, viele haben ihre Lieben verloren. Es wurde sehr viel zerstört. Und ich habe eine sehr klare Botschaft an die Menschen in Bosnien und Herzegowina: Wir, die Europäische Union, wir stehen auf eurer Seite. Unmittelbar nachdem ich die ersten Schäden gesehen habe, habe ich mit dem österreichischen Außenministerium telefoniert, und man hat mir klar gemacht: Ja, das Katastrophenschutzprogramm der Europäischen Union wird sofort in Kraft gesetzt. Viele, viele Länder werden helfen, und das ist auch sehr wichtig. Ich habe aber noch eine Botschaft: Von meinen Besuchen in Sarajevo und auch aus Gesprächen mit Menschen aus Bosnien und Herzegowina in Österreich weiß ich, dass es da oft eine Differenz gibt zwischen politischen Parteien auf der einen Seite und der Zivilgesellschaft auf der anderen Seite. Viele Menschen der Zivilgesellschaft, der NGOs, wollen den Beitritt zur Europäischen Union, weil sie wissen, dass das für die Menschen ein riesiger Vorteil ist. Viele in der Politik sehen das noch nicht so, und als ich oft gefragt habe „Was soll denn der nächste Schritt sein? Was wollen Sie denn als Nächstes?“, ist da nicht sehr viel gekommen. Die Katastrophe jetzt ist ganz schrecklich, aber sie ist auch eine Chance. Sie muss den Politikerinnen und Politikern in Bosnien und Herzegowina zeigen, dass sie nur gemeinsam mit der Zivilgesellschaft jetzt diese Schäden der Katastrophe beseitigen können. Und da ist sehr viel zu tun. Wir müssen uns ja auch rüsten für die nächsten Naturkatastrophen, die es geben wird, aber auch gleichzeitig sehen, dass man nur gemeinsam alles organisieren kann, dass die Gesellschaft so zusammenwächst, dass sie auch über alle Ethnizitäten hinweg gemeinsam diesen Beitritt zur Europäischen Union voranbringt. Wir wissen, dass das für Bosnien und Herzegowina wichtig ist. Wir wissen, dass es für die Europäische Union wichtig ist, dass die Länder des Westbalkans zu uns kommen. Wir müssen es gemeinsam machen. Noch einmal alles Gute an die Menschen in Bosnien und Herzegowina. Wir sind bei euch, wir vergessen euch nicht –ganz im Gegenteil. Die Europäische Union, viele Länder werden helfen, und ich hoffe, dass Sie alle auch diese schreckliche Naturkatastrophe jetzt gut überstehen werden.
Vorstellung des Tätigkeitsprogramms des ungarischen Ratsvorsitzes (Aussprache)
Datum:
09.10.2024 10:19
| Sprache: DE
Frau Präsidentin! Herr Orbán, Sie haben öfter von Wettbewerb gesprochen. Warum benachteiligen Sie durch höhere Steuern österreichische Unternehmen? Und wenn es dann ein Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof gibt, dann gibt es auch noch Schikanen gegen diese Unternehmen. Den Herrn Vilimsky stört das nicht. Mich stört das, denn da bin ich der Anwalt der österreichischen Unternehmen. Sie haben von Wettbewerb gesprochen mit China – ja, das ist sehr wichtig – und verschulden sich weiter in China, machen sich abhängig von dieser Diktatur. Wie hoch sind eigentlich die Schulden Ungarns bei China? Sie wollen mehr Kontakt, mehr Wirtschaft mit Russland. Ist Ihnen bewusst, dass Putin ein Kriegsverbrecher ist? Und Ihr Außenminister war erst vor Kurzem in Iran, um stärkere Wirtschaftsbeziehungen zwischen Ungarn und Iran herzustellen. Das ist ein Terrorregime. Sie sagen, Sie sind für Israel. Gleichzeitig will der Iran Israel auslöschen. Wie können Sie mit diesem Regime gute Geschäfte machen? Und ganz persönlich möchte ich Sie fragen: Wenn Sie immer der Korruption beschuldigt werden – und Sie wissen ja, dass es stimmt –, was macht das eigentlich mit Ihnen?
Abbau der Demokratie und Bedrohung des politischen Pluralismus in Georgien (Aussprache)
Datum:
08.10.2024 16:03
| Sprache: DE
Herr Präsident, Herr Kommissar! Wir reden über Georgien, aber wir reden über Europa. Wir reden davon, dass hier Rechtsextreme von der Souveränität Georgiens sprechen, aber meinen, Georgien soll sich Putin unterwerfen. Sie sind gegen fremde Einflüsse und gleichzeitig freuen sie sich über die Einflüsse Putins. Sie freuen sich darüber, dass Georgien ein russisches Gesetz verabschiedet hat, das den Georgiern schadet. Diese Herrschaften wollen nicht zur Kenntnis nehmen, dass die Georgier eben Europäerinnen und Europäer sind und dass sie auch in Frieden und Freiheit leben wollen. Sie stehen für Demokratie. Sie wünschen sich ein lebendiges politisches System, bei dem sie mitreden können. Sie wünschen sich natürlich auch, dass ihr Land geeint ist, dass ihr Land wieder gemeinsam leben kann und es keine besetzten Gebiete mehr gibt. Ich glaube, wir müssen einfach sehen, dass dieser russische Einfluss gerade den Georgiern so massiv schadet. Liebe Freundinnen und Freunde in Georgien, Ihr müsst um eure Freiheit, Ihr müsst um eure Unabhängigkeit kämpfen, aber Ihr könnt davon ausgehen: Wir stehen auf Eurer Seite.
Stärkung der Widerstandsfähigkeit der Republik Moldau gegen die Einflussnahme Russlands im Vorfeld der anstehenden Präsidentschaftswahl (Aussprache)
Datum:
08.10.2024 14:36
| Sprache: RO
Herr Präsident, Herr Kommissar, wir Europäer lieben die liberale Demokratie. Die Moldawier sind Europäer, deshalb lieben sie auch die Demokratie. Auf der anderen Seite, Putin – es gibt nichts, was er hasst, als unsere Demokratie, und weil Moldau ein demokratisches Land ist, hasst er auch Moldau. Der Kreml schickt tiTuschky, brutale Straßenbanden, um die proeuropäische Regierung zu entführen. Er verbreitet Propaganda und lügt durch seine Marionetten und Social Media. Er erpresst Moldawier mit Gas und Strom und weist seine Oligarchen an, Stimmen zu kaufen. Nichts davon wird funktionieren, weil die Menschen in Moldawien diese Wahl getroffen haben. Sie wollen Teil Europas sein und nicht Teil des Zerfalls. Russkiy Mir. Sie haben eine sehr starke Präsidentin, Maia Sandu. Ich bewundere sie wirklich und habe sie ein paar Mal getroffen, und ich bin sehr beeindruckt. Ich bin zuversichtlich, dass die Menschen in Moldawien beim Referendum wieder "Ja" sagen werden. Liebe Moldawier, Moldawien ist ein Teil Europas! Wir sind bei dir! Wir stehen zu Ihnen.
Die Wiedereinführung von Kontrollen an den Binnengrenzen in einer Reihe von Mitgliedstaaten und ihre Auswirkungen auf den Schengen-Raum (Aussprache)
Datum:
07.10.2024 17:52
| Sprache: DE
Herr Präsident! Das grenzenlose Europa ist ja kein Traum, sondern wir hatten diese Realität schon. Aber leider – und der Kollege Negrescu hat es richtig angesprochen – hat Angst vor den Rechtspopulisten dazu geführt, dass wir dann Rumänien und Bulgarien nicht in den Schengen-Raum gelassen haben. Es haben Vertreterinnen und Vertreter von Rumänien und Bulgarien in Wien nachgewiesen, dass es sinnvoll ist, die Grenzen innerhalb der beiden Länder nicht mehr zu kontrollieren, sondern starke Außengrenzen zu machen. Das wollten wir, das hätten wir gemeinsam machen sollen, aber die Angst vor einer Landtagswahl hat das verhindert. Und umgekehrt: Viktor Orbán, der die Leute einfach durchschickt, er hat Schengen wirklich torpediert und nicht diese beiden Länder. Deswegen möchte ich appellieren, dass wir – und das ist richtig gesagt worden, weil ja Rumänien und Bulgarien alle Voraussetzungen erfüllen – sie in den Schengen-Raum aufnehmen und dass wir dann die Außengrenzen stärken. Und dann können wir dieses grenzenlose Europa auch wieder leben.
Die prekäre Lage politischer Gefangener in Belarus
Datum:
18.09.2024 17:54
| Sprache: EN
Frau Präsidentin, Herr Kommissar, ich denke an Sergej Tikhanovsky und all die anderen Gefangenen und vor allem an ihre Familien. Ich stehe in regelmäßigem Kontakt mit Svetlana Tikhanovskaya und sie hat mir eine kurze Nachricht für euch alle gegeben: Weißrussen sind Europäer. Wir teilen die gleichen Werte und Träume. Und eines Tages wird Belarus unseren rechtmäßigen Platz in der europäischen Familie einnehmen." Aber bis dahin müssen wir der Opposition helfen. Wir müssen für die politischen Gefangenen in Lukaschenkas Kerkern kämpfen, für diejenigen, die alles geopfert und der Tyrannei Widerstand geleistet haben. Lukaschenka ist kein legitimer Präsident. Jeder weiß es - wahrscheinlich weiß er es selbst. Lukaschenka erlaubte, wie wir wissen, den Russen, ukrainische Städte vom Territorium Weißrusslands aus zu bombardieren und zu zerstören. Er übergab Weißrussland an Putin und verwandelte es in eine russische Kolonie. Lukaschenka – und das ist sehr wichtig – Lukaschenka und diese Kriminellen müssen mit härteren Sanktionen rechnen, aber mit Sanktionen gegen ihn und nicht gegen das belarussische Volk. Und wir brauchen mehr persönliche Kontakte mit den Menschen in Weißrussland. Und noch ein Punkt: Die belarussischen Medien im Exil sind für viele Weißrussen, die unter Tyrannei leben, die einzige Quelle der Wahrheit. Wir müssen die Zivilgesellschaft, die Medien und die demokratischen Kräfte in Belarus weiterhin unterstützen. Und noch eine Sache, die ich aus meinen Gesprächen mit Frau Tikhanovskaya, den Menschen in den Gefängnissen von Belarus, kenne, hören sie, wenn wir über sie sprechen, sie wissen, dass wir an sie denken. Es ist sehr wichtig – ich kann Ihnen sagen, wir werden Sie nicht im Stich lassen. Wir werden dich nicht vergessen.
Die verheerenden Überschwemmungen in Mittel- und Osteuropa, der Verlust von Menschenleben und die Bereitschaft der EU, auf solche durch den Klimawandel verschlimmerten Katastrophen zu reagieren (Aussprache)
Datum:
18.09.2024 08:39
| Sprache: DE
Frau Präsidentin, liebe Kolleginnen und Kollegen! Zunächst, selbstverständlich, unser aller Mitgefühl ist bei den Opfern der Fluten in Mitteleuropa, in Osteuropa, aber natürlich auch bei den Opfern des Feuers in Portugal. Die EU ist eine Gemeinschaft der Solidarität, deswegen wird jetzt zusammengehalten. Ich hoffe, dass die Hilfe schnell funktioniert. Aber ich muss Ihnen auch sagen, die Hilfe untereinander, die Hilfe der Menschen hat auch funktioniert. Vielen Dank an all die Angebote an Österreich aus Bayern, aus anderen Ländern, die uns gesagt haben, dass sie mithelfen wollen, den Flutopfern helfen wollen. Sogar aus der Ukraine sind Angebote gekommen. Weil hier auch wieder gegen Ausländer gehetzt wurde, will ich auch einiges sagen: Wir haben eine Menge von Asylwerbern – syrischen Asylwerbern – in Österreich, die jetzt genauso mitgeholfen haben, die gesehen haben, was Solidarität bedeutet, und auch uns ihre Solidarität gezeigt haben. Ein Wort zu den Freiwilligen Feuerwehren, nur ein Angebot an alle: Schaut euch das an in Österreich, in Bayern, in anderen Ländern! Das funktioniert sehr, sehr gut. Zusammenarbeit funktioniert. Europa ist aber auch ein Europa der Wissenschaft. Glauben wir, was sie uns sagt? Ja, es gibt den Klimawandel. Ja, wir müssen machen. Wenn Frau von der Leyen gesagt hat, der europäische Plan zur Anpassung an den Klimawandel wird jetzt kommen, dann hoffe ich, das das jetzt auch wirklich schnell funktioniert. Noch ein Wort an die Freunde in Portugal: Frau Präsidentin, meine Gedanken gehen auch an die Opfer der Brände in Portugal.
Anhaltende finanzielle und militärische Unterstützung für die Ukraine durch die Mitgliedstaaten der EU (Aussprache)
Datum:
17.09.2024 07:17
| Sprache: DE
Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen, vor allem brauchen uns unsere ukrainischen Mitbürger. Wir müssen sie mit Waffen unterstützen, weil sie sich verteidigen müssen, und wir müssen sie mit viel humanitärer Hilfe unterstützen. Zweitens brauchen wir unsere ukrainischen Mitbürger, weil sie die europäischen Werte verteidigen. Sie verteidigen Europa, während sie gleichzeitig ihr Land verteidigen. Was Putin tat, war, dass er die Ordnung der Charta von Paris von 1990 zerstörte, und 32 europäische Länder versprachen sich gegenseitig, die Grenzen zu akzeptieren. Und genau das hat Putin nicht getan. Im Gegenteil, und das ist mein dritter Punkt, er versuchte, die Ukraine zu zerstören, indem er einen gewählten Präsidenten tötete. Und ich sage euch wirklich, bitte lest dieses Buch. Es ist ein Buch von Simon Shuster, einem russischen Schriftsteller, und er erklärt genau, wie die Russen versuchten, Selenskyj zu töten, um die Ukraine zu übernehmen. Bitte vergesst nicht, dass er uns auch mit der ganzen Propaganda angreift. Das können wir in den Zeitungen nachlesen. Vierter Punkt, sehr wichtig: Bitte gehen Sie dorthin. Ich kenne es von den österreichischen rechten Parteien, sie sagen immer: 'Nein, nein, wir gehen nicht dorthin. Wir wollen nicht wissen, was passiert.' Auch sie haben einen Vertrag mit Putin; Sie dürfen dort nicht hingehen. Bitte gehen Sie dorthin, um die ganze Zerstörung in den Schulen zu sehen, in der humanitären Zerstörung, in den Häusern, in den Krankenhäusern und so weiter und so weiter. Fünftens müssen wir die Ukraine auch mit russischen Vermögenswerten wieder aufbauen, natürlich mit eingefrorenen Vermögenswerten. Und ein Satz auf Deutsch: Herzlichen Dank an alle Österreicherinnen und Österreicher, die die Ukraine so stark unterstützt haben. Wir haben eine großartige Botschaft in Kyjiw, wir helfen sehr viel. Vielen Dank auch an die Ukraine. Vielen Dank an die Ukraine, denn sie bieten uns Hilfe an, weil wir alle Überschwemmungen in Österreich haben. Vielen Dank. Sie sind europäische Bürger; Wir müssen ihnen helfen.
Redebeiträge von Helmut BRANDSTÄTTER