Reden-Ranking
Seit 1. Juli 2024| Rang | Name | Land | Fraktion | Reden |
|---|
Alle Beiträge (101)
Arbeitnehmerrechte in Bangladesch (Aussprache)
Datum:
08.07.2021 07:24
| Sprache: FR
Herr Präsident, Frau Kommissarin, verehrte Kolleginnen und Kollegen, Bangladesch wird vom Internationalen Gewerkschaftsbund als eines der zehn Länder mit den schlechtesten Arbeitnehmer- und Gewerkschaftsrechten eingestuft. Die Arbeitsorganisationsvereinbarungen werden nicht eingehalten. Die Rechte der Arbeitnehmer, der Gewerkschaften, der Meinungsfreiheit, der Vereinigungsfreiheit, aber auch der Kinderarbeit werden nicht geachtet. Ich weiß, dass die IAO und die Europäische Union dort mit der Regierung des Landes zusammenarbeiten. Bis zur Umsetzung all dieser Übereinkommen, die in einigen Jahren angekündigt werden, möchte ich jedoch auf ein Abkommen hinweisen, das seit der Rana Plaza-Tragödie im Jahr 2013 einen Unterschied gemacht hat. Damals wurde uns bewusst, unter welchen Bedingungen Kleidung bekannter Marken hergestellt wird, die wir täglich tragen, welche Verantwortung wir als Politiker, Unternehmen und Verbraucher tragen, während 60 % der Textilproduktion, die wichtigste Industrie des Landes, für den europäischen Markt bestimmt sind. Die Modemarken hatten sich damals auf eine beispiellose Vereinbarung zur Verbesserung von Gesundheit und Sicherheit in ihren Fabriken und bei ihren Zulieferern geeinigt – eine verbindliche Vereinbarung, die sich zum Nutzen der Arbeitnehmer und insbesondere der Arbeitnehmerinnen bewährt hat, die aber heute ausgesetzt ist, weil einige Unternehmen diese Vereinbarung beenden und nur auf der Grundlage freiwilliger Initiativen vorankommen möchten. Seit dieser Erfahrung im Jahr 2013 hat uns die Vereinbarung jedoch gezeigt, dass die Rolle der Gewerkschaften und der NRO geachtet werden muss, damit die Verantwortung der Unternehmen wirksam ist und den Arbeitnehmern zugutekommt. Derzeit werden Verhandlungen zwischen Gewerkschaften und Marken geführt, um das Abkommen über den Schutz der Arbeitnehmer zu verlängern. Wir fordern die Europäische Kommission auf, mit den einflussreichen europäischen Akteuren der Branche zusammenzuarbeiten, um den Abschluss einer verbindlichen Vereinbarung mit einer unabhängigen Regulierungsstelle zu fördern. Wir fordern auch, dass dieses Abkommen auf andere Länder, die von Unsicherheit am Arbeitsplatz betroffen sind, wie Indien, Pakistan, Marokko oder Ägypten, übertragen wird. Wir alle freuen uns sehr auf die Rechtsvorschriften über die soziale Verantwortung der Unternehmen. In der Zwischenzeit gibt es jedoch ein Abkommen, das verlängert werden muss, um die Achtung der Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu gewährleisten und zu gewährleisten.